45:0 – Der Ständerat stärkt die Höhere Berufsbildung
Ein starkes Signal aus Bern: Mit 45 zu 0 Stimmen ohne Enthaltungen hat der Ständerat einer Revision des Berufsbildungsgesetzes zugestimmt. Ziel der Vorlage ist es, die Höhere Berufsbildung (HBB) zu stärken und ihr gesellschaftliches Ansehen zu erhöhen. Die neuen Titelzusätze „Professional Bachelor“ und „Professional Master“ sollen die Abschlüsse der HBB sichtbarer machen – insbesondere im internationalen Vergleich.
Die bestehenden Titel bleiben bestehen. Die neuen Bezeichnungen dienen als Ergänzung und nicht als Ersatz. Der Bundesrat verfolgt mit dieser Gesetzesanpassung das Ziel, die Gleichwertigkeit von akademischen und berufspraktischen Bildungswegen zu betonen. So sollen die praxisorientierten Abschlüsse der HBB im In- und Ausland besser verstanden und anerkannt werden.
Ein klarer Entscheid mit Signalwirkung: „Die Höhere Berufsbildung ist zentral im Kampf gegen den Fachkräftemangel“, betont der Luzerner Ständerat Damian Müller. „Titelzusätze wie Professional Bachelor und Professional Master schaffen internationale Vergleichbarkeit, ohne das bewährte System zu verändern.“ Müller hebt hervor, dass die breite Unterstützung aus Wirtschaft, Sozialpartnern und Kantonen zum eindeutigen Abstimmungsresultat geführt habe.
Mit der Revision reagiert der Bund auf die wachsende Diskrepanz zwischen Hochschulabschlüssen und höheren Berufsbildungsabschlüssen. Für die Schweizer Wirtschaft – insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen – sind praxisnahe Fach- und Führungskräfte unverzichtbar. Durch eine gestärkte Position der HBB soll sichergestellt werden, dass die berufspraktische Ausbildung auch künftig eine tragende Säule des Schweizer Bildungssystems bleibt.